Gibt es einen einfachen Weg aus der Depression?

Posted in Literatur und Medien
on 18. Juli 2019

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Volkskrankheit Nummer 1, Depression, Burnout und sonst noch was. Uns geht es so gut, dass es uns nicht mehr gut geht. Der Weltschmerz, die Schuldgefühle, retraumata, unverarbeitete über Generationen weitergegebene Geheimnisse und Co. Die Seele des Menschen weint oft. Der Mensch nicht immer. Und die graue Wolke schleicht langsam in den Alltag.
Besonders beschäftigt mich natürlich, warum Menschen sich anstatt sich zu Unterstützung zu holen, noch mehr in die Einsamkeit und in zerstörerisches Verhalten gehen. Wie bei L, die damals alleinerziehende Mutter hatte noch ein zweites Kind bekommen. Beschäftigt mit den Folgen ihrer zerbrochenen Beziehung war sie alleine, mit Kleinkind und Baby. Was dann geschah war fast zwingend “normal” in unserer Gesellschaft. Die aufkeimenden Gefühle wurden vom Facharzt mit Antidepressiva abgewürgt, “Mama muss funktionieren” und die Isolation von Freunden und einer sowieso abwesenden Ursprungsfamilie hielt an. Meine Bekannte hat sich ihren Gefühlen nie gestellt, aus Überforderung die Kinder an die Väter abgegeben und baut sich nun ein neues Leben auf, immer im Schatten ihrer Depression. Oft denke ich an sie und wünschte sie hätte Hilfe angenommen.

Und dann frage ich mich ob es anders gegangen wäre. Es wird Zeit darüber zu reden, zu schreiben und Alternativen zu bieten. Der Autor Klaus Bernhard tut das in seinem Buch “Depression und Burnout loswerden”.
Ich wünschte meine Freundin hätte dieses Buch irgendwie in die Hände bekommen. Vielleicht hätte sie verstanden dass nicht der Rotwein, falsche Freunde, und Selbstmitleid die Lösung sind, sondern achtsamer Umgang mit seinem Körper, Bewegung, Entspannungstechniken, reframing und so weiter.

Aus eine Familie kommend in der Depression ein offenes Geheimnis war, ich bin genetisch vorbelastet, habe ich mich schon immer mit dem Thema beschäftigt, mal mehr, mal weniger. Und vieles was ich bei Klaus Bernhard gelesen habe, war schlüssig für mich. Ganz persönlich war die Information der Wichtigkeit von Bewegung für mich von größter Bedeutung. Ich wusste wenn es mir nicht gut ging, wie schwer es war, mich nur ein bisschen zu bewegen, aber ich wusste nicht was in meinem Körper positives passiert, aufgrund dieser Bewegung.

Passend hierzu fällt mir die Bioresonanz Therapeutin ein, die mir in einer schweren Zeit wo ich sehr viel Kraft für den Alltag brauchte, sagte “ich weiß es ist schwer, aber machen sie Sport, am besten was wo sie ihre Hände wie zum Kampf bewegen, Brustkorb weiten, aktive Hände und so. Denn da bekommt der Körper den Impuls er ist aktiv, er wehrt sich. Kommt noch aus der Urzeit.” Auch das ist wichtig im Kampf gegen die Traurigkeit, die große Müdigkeit, ihr ordentlich in den A*** zu treten.

Meine Buchempfehlung zurzeit

Depression und Burnout loswerden, Klaus Bernhardt, Ariston Verlag ISBN978-3-424-20205-2

Vielen Dank an den Verlag für dieses gratis zur Verfügung gestellte Rezensionsexemplar

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