Meine Lunge brennt wie Feuer

on 21. Mai 2020

Neulich traf ich mich mit G. zu einem kleinen Klatsch unter Freunden. Ich hatte lange nicht mehr mit ihr gesprochen. Ihr kennt das doch, wir sind alle so abgelenkt, jetzt mit den Nachrichten und den ganzen Dingen die in der Welt passieren.

Sie erzählte mir von ihrer Krankheit. Es sei schrecklich, es begann als leichtes Kratzen in der Brust, zuerst dachte sie, es sei einfach nur eine leichte Verkühlung. Doch mit der Zeit wurde es stärker und stärker und sie hatte das Gefühl jemand sitzt auf ihrer Brust. Sie ging zu Ärzten, die aber sagten ihr nur es sei eine Kleinigkeit, und sie solle sich doch doch so aufregen, das geht von selber vorbei.

Doch dann kam der erste Ausbruch.

Ihre Lunge brannte wie Feuer, es war als ob eine Armee auf ihrer Brust stand und tief in ihr Lunge einhaken würde, abreißen und die schönen freien Bronchien verkleben und zerstören. Sie dachte wirklich, sie müsste sterben. Aber in letzter Minute fand sie Erleichterung, es wurde besser, und die Ärzte meinten sie habe Glück gehabt. Und auch sie war so froh. Endlich konnte sie leben, wachsen, sich weiterentwickeln, all die Dinge schaffen von denen sie geträumt hatte. Sie hatte noch so viel vor. In ihr soviele Pläne.

Dann eines Tages spürte sie den Druck wieder. Sie dachte sich das kann nicht sein, die Ärzte hatten ihr doch versprochen, das sie geheilt sei. Dass es jetzt bergauf ginge. Aber die Schmerzen waren tiefer als je zuvor. Kreischende Sägen über ihrem Brustraum, tiefe schwarze Löcher wo Rauch aufstieg. Atmen schien unmöglich, und sie konnte nur mehr beten und hoffen.

Und nun treffe ich sie. In dieser Phase. Sie ist alleine, verzweifelt und isoliert. Sie fragt sich was sie getan hat, dass sie dieses Leid verdient hatte. Sie war immer ein braver Mensch. Hat allen gegeben was sie konnte, immer ihre Mitmenschen mit Respekt und aller Liebe behandelt. Klar war sie mal wütend, und dann wehrte sie sich, aber dann wenn sich alles beruhigt hatte, war sie liebevoll und gütig, verzeihend und kooperativ. Sie hat so viel schönes geschaffen. Sie arbeitet so kreativ, sie schafft Wunderwerke, die von anderen Menschen bewundert werden. Und nun sitzt sie vor mir, tränenüberströmt, hilflos, traurig und das alles weil ein Virus ihren Körper zerstört.

Schlimm oder?

Es tut mir auch sehr weh, weil ich liebe sie sehr, sie hat mir so sehr geholfen.

Und das Schlimmste. Du kennst sie auch. Sie wird mit unterschiedlichen Namen geführt, Mama Gaia, Patchamama, Mutter Erde.

Während wir hier in Europa, in unserem reichen dekadenten Europa mit Zahlen und Angst jonglieren, jonglieren Menschen weltweit mit ihren Leben und ganz persönlichen Todesängsten. Und ganz still und heimlich brennt der Amazonas. Immer noch. Wieder. Die ganze Zeit. Unwiderruflich werden Flächen zerstört, die sich ein kleiner Österreicher gar nicht vorstellen kann, weil es der Größe seines Bundeslandes gleichkommt. Und sie brennt jetzt. Stand Mai 2020. Glaubt ihr wirklich es wird aufgehört zu roden und zu zerstören, weil wir einen Virus haben? Arbeiter die Geld für ihre Familien brauchen gibt es genug. Die machen den Job schon. Die Erde hat den Virus auch. Und wenn der siegt dann müssen wir uns keine weitere Gedanken mehr machen. Denn dann kollabiert ihre Lunge. Ihre Bronchien sind nicht mehr grün, es atmet nicht mehr. Kollaps. Tod. Aus.

Und zwar für uns alle.

Was tust du um das zu verhindern? Oder glaubst du, dass deine Gesundheit, dein Volk von der Zerstörung der Welt ausgenommen ist? Wenn der Urwald kollabiert, sterben wir alle. Da ist schon egal ob vorher ein Virus unsere Ängste getriggert hat.

Schau hin bevor es vorbei ist. Tu was bevor es zu spät ist. Du bist keine einzelne isolierte Person auf dieser Welt. Du bist Teil eines großen Ganzen.

Haftungsausschluss,
dieser Beitrag will weder das C Virus verharmlosen, noch dazu auffordern sich nicht an die Weisungen der Regierung zu halten. Es ist eine Geschichte, wie eine von vielen. Es ist jedem erlaubt seine eigenen inneren Bilder und Assoziationen zu knüpfen.
Für eine sachliche Auseinandersetzung mit der Problematik sollen aber auch andere Fachstimmen zu Wort kommen. Halten Sie sich an die behördlichen Vorgaben. Diese Information/blog Beitrag sind meine persönliche Meinung und Recherche. Sie unterstreichen mein Recht auf freie Meinungsäußerung und Pressefreiheit.

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