Gleich viel für alle….

on 16. Juli 2020

Stell dir vor es ist Krieg und keiner geht hin.

Stell dir vor alle verdienen gleich viel Geld und machen Jobs gemäß ihrer Gaben und Talente, und nicht gemäß der Einkommenschancen. Ich kenne Menschen die sagen “ich würde ja gerne das und das machen, aber ich kann nicht weniger verdienen, ich habe mir einen gewissen Lebensstandard angewöhnt”. Und immer wieder frage ich, wie kann das sein? Ein Leben lang den gleichen Job, nur wegen dem Geld? Wartend auf die Pension, wo man denkt man könne seine Träume verwirklichen, aber im Grunde fühlt man sich dann schon zu alt. Und am Ende deines Lebens bereust du nicht gelebt zu haben. Was wäre wenn wir es anders haben könnten.

Und es gibt diesbezüglich einige Ansätze. Bei der Recherche zu dem Beitrag war ich selber sehr erstaunt, dass dieser Gedanke durchaus schon manifest in unsere Welt besteht. (link dazu https://de.wikipedia.org/wiki/Bedingungsloses_Grundeinkommen)

Wie bin ich zu meinen Gaben gekommen?

Wie war das eigentlich bei mir? Als ich meine Ausbildung zur Bürokauffrau gemacht habe, ging es nur darum einen Job fürs Geld zu machen. Meine Gaben lagen immer schon im performen, im präsentieren, tanzen, Geschichten erzählen. Aber damit ließ sich ja kein Geld machen. Mit KUNST kannst nur sterben wurde mir gesagt.
Also war ich ein braves Menschlein (wie so oft) und tat was erwartet wurde. Es folgen zahlreiche Beschäftigungen in Büros, und eine Karriere als Flugbegleiterin. In der Zwischenzeit hatte ich die Matura nachgemacht, und als ich merkte, auch das Fliegen geht nicht ein Leben lang, ging ich (nach einer Ehrenrunde im Front office einer Bank) dann zum Studium der Pädagogik (Bildung und Erziehungswissenschaft). Und kam mit dem Studium relativ nahe an das was ich machen wollte. Aber obgleich ich Pädagogin aus tiefstem Herzen bin, und mir das Wohl unserer Kinder auf allen Ebenen am Herzen liegt, merke ich dass das System mir Grenzen auferlegt, die mir hochwertiges Arbeiten erschweren (siehe dazu https://www.birdiesworld.at/2020/05/19/wie-fuehlt-sich-dein-kind/ )

Diesen Blog habe ich etwa vor fünf Jahren gestartet, um den Menschen Teile aus unserem Leben zu erzählen, und vor allem Müttern Erfahrungen zu ersparen, die ich mit meinem Kind hatte, vor allem in Bezug auf unseren Weg bei der Ausheilung der Neurodermitis (wer sich für einen Blogpost mit dem Thema interessiert, hinterlasse mir bitte ein Kommentar, und ich liefere gerne unsere Erfahrung asap nach). Und aus meinem Blogbaby wurde Begeisterung. Und ich erinnerte mich an die Geschichten die ich als Kind geschrieben hatte. Die fantastischen Welten die von meinem Kopf aufs Papier kamen. Die wundervollen Geschichten die ich im Kreise der Frauen meiner Familie hörte und weiterspinnen konnte.
Und ich begann mich dankbar den Möglichkeiten zu öffnen die mir der Blog und das Web gab mich zu zeigen, und zu präsentieren (man erinnere sich, diese Gaben waren immer schon da, wurden mir aber als Teenager ausgeredet als nicht rentabel).
Erstaunlicherweise bin ich nun mit über 40 da angekommen wo man eigentlich schon mit 20 sein könnte (Wenn da nicht die Ansprüche von anderen wären). Meine Gaben leben. Davon leben kann ich (noch) nicht, aber ich arbeite dran.

Das führt mich zum bedingungslosen Grundeinkommen.

Was wenn also jeder seinen Job wählt, in der Gewissheit, dass er dasselbe wie alle anderen verdient. Genug um ein gutes Leben zu führen. Was wenn das bedingungslose Grundeinkommen mir ermöglichen würde, meinen Blog zu schreiben und damit Menschen zu helfen. Nicht von Werbeanzeigen und gesponserten, manchmal fragwürdigen Inhalts, abhängig zu sein (was ich nicht tue, weil ich keine Kooperationspartner annehme, die meinem ethischen Standard nicht entsprechen)
Sie vielleicht auch noch beraten zu können in Bezug auf ihre Familiensituation, Kinder? Was für eine sensationelle Welt ist das, wenn du bei deiner Berufswahl sagst, das will ich machen, weil es mich begeistert. Und nicht, das muss ich machen, weil ich muss ja von was leben, genug verdienen.

Berufsgruppen mit großem moralischen und ethischen Wertgrundlagen

Wenn also nun Ärzte, medizinisches Personal, Juristen und Pädagogen die alle eigentlich zum Wohle der Menschheit arbeiten, ihren Job nicht wählen würden weil sie halt gut verdienen.

Sondern weil sie die Welt heilen, für Gerechtigkeit sorgen, und für ganzheitliche Erziehung sorgen wollen, was würde das wohl für eine harmonische Welt erschaffen. Es gäbe keine Korruption, weil keiner mehr mehr hat. Politiker würden nicht im Monat verdienen was das Jahresgehalt eines Maurers, einer Putzfrau ist. (Und ich möchte auch die Frage stellen wieso ein Politiker besser als jede andere Berufsgruppe sein soll, denn er kann mit seinen Entscheidungen auch sein Volk in den Ruin stürzen, wie möglicherweise die Zukunft zeigen wird)

Und wo wir schon bei Politikern sind. Wieso ist es überhaupt möglich, dass Politiker Ressorts führen deren Expertise sie nie studiert oder erlernt haben? Wie kann zum Beispiel in Zeiten wie diesen ein ehemaliger Volksschullehrer, Redakteur und Autor ein Ressort führen wo es um die Gesundheit eines Volkes geht? Wie kann ein Studienabbrecher der ungeklärte Lücken im Lebenslauf hat, zum Bundeskanzler werden? Und eine Juristin wird kurzerhand zur Verteidigungsministerin? Ich weiß nicht ob so Absurditäten nur in Österreich möglich sind.

Übrigens, wenn ihr aus ähnlich absurden Ländern mit Lebensläufen von Politikern kommt, die auch gar nichts mit ihrem Resort zu tun haben, schreibs mir in die Kommentare, ich bin sicher das wird eine lustige Sammlung.

Jetzt ist die Zeit

Also – willst du dein Leben weiterhin mit Warten auf die Pension (die ja eh immer später, oder gar nicht kommt) verpassen, willst du dein Leben einem Job widmen den du hasst, oder willst du deine Gaben leben?

Die Zeit wo wir Jobs gemacht haben fürs Geld sind vorbei. Spätestens seit der Corona Krise, die immer noch schwellend ist und für Unruhe sorgt, wissen wir wie wertvoll unser Leben und unsere Lebensentscheidungen sind. Willst du wirklich dein Leben vergeuden, nur damit du gesellschaftlich anerkannt bist?

Was wolltest du als Kind werden? Die Jahre der Volksschulzeit geben dir die besten Hinweise. Darum ist ja auch aus pädagogischer Sicht diese Zeit so essentiell. Denn hier sind wir noch nah an unserer ursprünglichen Lebensfreude und Energie als Kleinkind, wissbegierig und die Welt ist ein großer Spielplatz. Darum sehe ich persönlich auch die Aufgabe der Volksschulen als sehr verantwortungsvoll und bin auch nicht damit einverstanden dass wir die kreativen, sensiblen, begeisterungsfähigen Schulkinder dieses Alters in kleine Kadetten verwandeln. Bildung sollte Spaß machen. Sollte den natürlichen Wissenstrieb unterstützen.

Was wolltest du als Kind werden????

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